Eingangs der gut besuchten öffentlichen Veranstaltung erhielten die beiden engagierten Jungpolitiker Sandro Putzi und Jann-Andrea Thöny das Wort. Putzi und Thöny setzen sich in diversen politischen Ämtern ein, u.a. auch im Vorstand der JSVP Prättigau/Davos, deren Mitgliederzahl sich seit der Gründung vor einem Jahr bereits verdoppelt hat.
Aktiver Jungbürger
Sandro Putzi, Fanas, ist im Kreis Seewis als Grossrats-Stellvertreter nominiert. Er steht im 3. Lehrjahr in Ausbildung zum Hochbauzeichner und setzte sich bereits als junger Bürger ohne Stimmrecht in verschiedenen Jugendabstimmungskomitees ein. Ein besonderes Anliegen ist ihm das Bildungswesen. «Die Totalrevision des Schulgesetzes sieht die Einführung flächendeckender Tagesstruktur vor», erläuterte Putzi. «Es dünkt mich, die Elite will ihre Kinder möglichst früh loswerden», erklärte der Co-Präsident des, «Jugendkomitees gegen HarmoS». «Das Schulgesetz wird in diesem Jahr im Grossen Rat behandelt. Wir haben zum Ausdruck gebracht, dass einige Korrekturen angebracht werden müssen», hielt Putzi fest. Am Herzen liegt Putzi auch die Familienpolitik. «Es kann nicht sein, dass bei der Fremdbetreuung unserer Kinder grössere Steuerabzüge zulässig sind. Bei der Selbstbetreuung müssen mindestens die gleichen Abzüge gelten, deshalb hat die SVP die Familieninitiative gestartet».
«Wie viel Staat brauchen wir?»
Jann-Andrea Thöny, in Ausbildung zum Sekundarlehrer und Grossrats- Stellvertreter-Kandidat aus Schiers setzt sich für die gleichen Werte ein wie sein Parteikollege Putzi. Thöny erklärte, der Bürger sollte den Staat überwachen, nicht umgekehrt. «Wir kämpfen dagegen an, dass immer mehr Lenkungsabgaben eingeführt werden und der Bürger je länger je mehr überwacht wird», hielt Thöny fest. «Überwachungskameras sind nötig, es müssen jedoch Grenzen gesetzt werden. Wir wehren uns gegen das flächendeckende Road- Pricing, welche das Departement Leuenberger bi 2030 einführen will», machte Thöny deutlich. Im weitem ist Thöny Mitglied im Komitee «Nein zu Zwangsfusionen». Dass eine Fusion von oben diktiert werde, sei einfach nicht richtig, dies wäre nicht föderalistisch.
Die Euro-Krise
Lukas Reimann, jüngster Nationalrat der Schweiz referierte zum aktuellen Thema «Der Weg der Schweiz in der Euro-Krise». Der St. Galler NR erläuterte das Spiel mit dem Hebelgesetz und übertrug dieses auf das Hebelspiel der Grossbanken, welche zu wenig Eigenkapital und zu hohe Schulden auswiesen. «Die Banken haben jahrelang Rekordergebnisse I erzielt und sich krass überschätzt» erklärte Reimann. «Die Rettungsmassnahmen der Regierungen mit unglaublichen Summen an Steuergeldern und neuen Staatsschulden führten zur Staatsfinanzenkrise, die Staaten haben sich völlig überschätzt». Ein wichtiger Faktor sei jedoch auch der ganze Aufbau des Euros gewesen, so Reimann. Mit der Einführung des Euros sei die Vielfalt und der Wettbewerb in Europa ausgeschaltet worden. Vor der Einführung des Euros hätte jede Nationalbank entsprechend der Wirtschaftslage reagieren können, nachher sei dies mit natürlichen Mechanismen nicht mehr möglich gewesen. «Wir dürfen nicht der EU• beitreten, auch ein schleichender Bei- tritt muss verhindert werden», so Reimanns Folgerung aus den vorliegen- den Erkenntnissen. Reimann fordert, die Goldreserven müssten erhöht und wieder im eigenen Land verwahrt werden. Weiter müsse die Schweiz ihrem Staatshaushalt ohne ständige Steuererhöhungen Sorge tragen und einen grösseren' Eigenversorgungs- grad anstreben.
Unterstützung
Er hätte selten derart aktive lokale Jungpolitiker erlebt wie in der JSVP Prättigau/Davos, erklärte Reimann. «Mit solchen lokalen Parteien gelingen Abstimmungen, diese Kandidaten verdienen Ihre Unterstützung, natürlich ist auch eine SVP- Vertretung in der Bündner Regierung wichtig», hielt Reimann fest.